Einen WordPress Multisite-Blog auf neuen Webspace mit neuer Domain umziehen

Um für Ausfälle gerüstet zu sein, habe ich getestet, ob im Notfall ein schneller Umzug auf einen anderen Webspace möglich ist. Die gute Nachricht: Ja, es funktioniert wirklich, und ist eigentlich nicht schwierig. Die schlechte: Trotz allem habe ich ein paar Stunden Zeit benötigt (aber hey B-)).

Quelle u.a.: http://codex.wordpress.org/Moving_WordPress

Schritt 1: WordPress Datensicherungen einrichten

  • Die komplette WordPress-Datenbank sowie alle WordPress-Dateien müssen (vorzugsweise regelmäßig) gesichert werden. Dafür kann ich das WordPress-Plugin BackWPup empfehlen. Mann kann damit seinen Blog auf einen anderen FTP-Server oder z.B. in eine Dropbox sichern.
  • Wenn die WordPress-Installation in einem eigenen Verzeichnis liegt (so wie im Codex beschrieben), müssen die übergelagerte .htaccess, index.php und wp-config.php separat gesichert werden.
  • Da je nach Größe der WordPress-Installation die von dem Plugin erstellten zip-Archive sehr groß werden können, ist es unter Umständen sinnvoll, die Sicherung in mehrere Teile aufzusplitten. Das heißt, z.B. einen Auftrag für die Sicherung der Datenbank, sowie einen oder mehrere Aufträge, um die Dateien der WordPress-Installation zu sichern.

Schritt 2: Dateien auf den neuen Webspace kopieren und Domain anpassen

  • Die Archive mit den Dateien der WordPress-Installation werden nun auf den neuen Webspace hochgeladen und dort entpackt. Wenn man mit einem browser-basierten FTP-Client arbeitet, kann es passieren, dass die PHP-Scripte im Timeouts laufen. Das kann man umgehen, indem das Archiv mit einem eigenen auf PCLZip basierenden PHP-Script entpackt. Vgl. http://stackoverflow.com/questions/1923100/unpack-extract-zip-file-with-php-without-relying-on-any-extension und http://www.phpconcept.net/pclzip/user-guide.
  • Nun passt man die URLS in der wp-config.php auf die neue Domain an und kann auch gleich schonmal die Zugangsdaten für die neue Datenbank aktualisieren (Datenbankname und User und Passwort).

Schritt 3: Neue Datenbank anlegen und mit der Sicherung betanken

  • Auf dem neuen Webspace wird eine neue Datenbank eingerichtet (wichtig: die wp-config.php muss die passenden Zugangsdaten enthalten) und dort wird die Sicherung eingespielt. Wenn PhpMyAdmin in Timeouts läuft, kann man sich MySQLDumper auf dem Webspace installieren und damit sein Glück versuchen.
  • Dann gibt es ein Search-and-Replace-Script, womit man alle Vorkommen der alten Domain in die neue Domain umbenennen kann, z.B. von „altedomain.tld“ nach „neuedomain.tld“. Hierbei müsst ihr aber daran denken, dass je nach Suchmuster z.B. auch Emailadressen verändert werden (betrifft z.B. Netzwerk- und User-Emailadressen, Kontaktformulare u.ä.). Wenn man das nicht will, muss hinterher eine „Rück-Ersetzungs-Aktion“ durchgeführt werden von „@neuedomain.tld“ nach „@altedomain.tld“.
  • Das Search-and-Replace-Script ist nach Benutzung ebenfalls wieder vom Webspace zu entfernen (Sicherheit!).

Schritt 4: DNS

  • Die neue Domain muss auf den neuen Webspace gemappt werden. Für Multisite mit Subdomains müssen entsprechend für alle Unterseiten im WordPress-Netzwerk Aliase angelegt werden.
  • Wie lange die Aktualisierung der DNS-Einträge dauert, hängt vom DNS-Dienstleister ab. Ggf. muss man auch nochmal explizit den Browser-Cache leeren.

Fertig.

Ja, es ist wirklich so einfach!

 

 

 

Veröffentlicht von

Steffi

Hi! Ich bin beruflich v.a. im Linux-Umfeld tätig. In meiner Freizeit nähe und koche ich gern - außerdem studiere ich nebenher Mathematik und mache viel Sport. Über all diese Dinge, und was mich sonst noch beschäftigt, schreibe ich hier in meinem Blog.